„Lucius und die kilikischen Piraten“ von Dr. Jens Bölscher unterscheidet sich in positiver Weise von den gängigen Kinderbüchern, denn das Buch ist nicht nur historisch genau recherchiert, sondern es bietet den jugendlichen Lesern außer niveauvoller Unterhaltung einen lebendigen Eindruck des antiken Rom. Nebenbei wird der Leser sowohl mit einigen römischen Maß- und Münzeinheiten, als auch mit dem im damaligen Rom vorherrschenden politischen System vertraut gemacht. Die politischen Winkelzüge, die Neigung des Menschen zu unermesslicher Gemeinheit jedoch, die könnten durchaus auch den aktuellen Nachrichten entnommen sein.
Lucius, (9), Titelheld des Buches, bietet der jugendlichen Fantasie reichhaltige Identifikationsmöglichkeiten. Wer wäre nicht selbst gerne so gewitzt, mutig und selbstbewusst wie Lucius?
Das Buch ist ein toller Geschenktipp für Schüler, die bald mit dem Erlernen der lateinischen Sprache beginnen werden, oder denen irgendwo unterwegs die Motivation verloren gegangen ist. Es macht eine schon lange untergegangene Welt lebendig, deren Sprache leider so oft als totes Idiom missverstanden wird.
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